
20 Jahre Lemke Berlin — Wie ein Jubiläumsfilm entsteht
Ein Film über Tradition, Handwerk und die Berliner Gastronomielandschaft. Wie Lemke Berlin seinen Markenkern in Bilder fasst.
20 Jahre sind kein Jubiläum — sie sind ein Beweis. Brauerei Lemke Berlin ist nicht trotz, sondern wegen Berlin groß geworden: eigensinnig, bodenständig, ohne Kompromisse beim Handwerk.
Das Briefing: Kein Werbefilm
Der Auftrag von Lemke war ungewöhnlich präzise: kein Hochglanz, keine Schauspieler, keine gestylten Shots. Nur echte Menschen, echter Ort, echter Prozess. Das Brauen ist ein handwerklicher Akt — der Film sollte das zeigen, nicht übertünchen.
Wir haben drei Tage vor dem eigentlichen Dreh in der Brauerei verbracht. Nicht mit Kamera — nur mit Augen. Verstehen, was Lemke Berlin ausmacht. Was die Menschen dort antreibt. Wo die Energie ist.
"Ein guter Dokumentarfilm beginnt nicht beim ersten Drehtag. Er beginnt beim ersten Gespräch."
Dreh im laufenden Betrieb
Die größte Herausforderung: Wir haben im laufenden Betrieb gedreht. Keine Absperrungen, kein Sonderrecht. Die Brauer haben weitergearbeitet, wir haben dokumentiert. Das bringt Unvorhersehbarkeit mit sich — aber auch Authentizität, die man nicht inszenieren kann.
Dampf, Metallklang, das Rauschen des Bieres — all das ist im Ton, nicht nachvertont. Wir haben mit drei Mikrofonen gearbeitet, die den Raum akustisch so eingefangen haben, wie er ist.
20 Jahre Lemke Berlin — Jubiläumsfilm
Schnitt: Rhythmus folgt Inhalt
Im Schnitt haben wir uns entschieden, keine externe Musik zu verwenden. Stattdessen haben wir aus den O-Tönen, den Umgebungsgeräuschen und den Interviews eine eigene Klanglandschaft montiert. Der Rhythmus des Films kommt aus dem Sujet selbst.
Ergebnis
Der Film wurde zum Jubiläumsfest der Brauerei uraufgeführt und läuft seitdem dauerhaft auf der Lemke-Website und bei Messen. Er hat die Markenidentität nicht neu erfunden — er hat sie erstmals sichtbar gemacht.
